Eine Alltagsgeschichte

Es waren einmal eine Frau und ein Mann, die liebten einander sehr. Sie konnten ganz viel teilen und zwischen ihnen war viel Licht. Doch eines Tages zogen graue Wolken auf. Sie hatten ein wunderbares Kind bekommen oder einen zeitintensiven Job.

Nun fanden sie kaum noch Zeit für einander, und auf der körperlichen Ebene begann es zu haken. Er wünschte sich mehr Nähe und Sex, sie war müde und wollte Abstand. Er fühlte sich zurückgewiesen, so wie früher, als er noch jugendlich war. Sie fühlte sich bedrängt, so wie früher, als sie Kind war und ihre Grenzen nicht gut gewahrt wurden. Immer mehr Vorwurf wuchs in beiden. Denn beide hatten ihre ursprüngliche Verletzung vergessen und hielten den anderen für den Täter. So entfernten sie sich immer mehr.

Bis ihnen eines Tages eine gute Fee eine Imago-Sitzung schenkte. Sie lernten:

  • einen wertschätzenden Rahmen für ihre Gespräche zu schaffen
  • einander Spiegel zu sein anstatt Kampfpartner
  • ihre ursprünglichen Wunden hinter den momentanen Konflikten zu sehen
  • zu entdecken, dass der andere kein Täter ist, sondern selbst in der Not
  • die eigene Not und die des anderen zu verstehen
  • Lösungen zu erarbeiten, bei denen es nur Gewinner gibt